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KOMMODO - PATENSCHAFT ITALIENISCHER MAFIA
KOMMODO – PATENSCHAFT ITALIENISCHER MAFIA
KOMMODO – PATENSCHAFT ITALIENISCHER MAFIA

Erstens, die Mafiawelt   war eine den Steppenlandschaften Afrikas ähnliche Welt – nur die stärksten konnten überleben, raubend   alles, was ihnen in den Weg kam. Ivan war eben das – ein Räuber, und Al war froh, sein Schüler gewesen zu sein. Er war anwesend bei einigen Ermordungsprozessen, wobei die Opfer in den Fluss oder ins Meer weggeworfen oder bloß im Wald   begraben wurden. Ivan verriet ihm einmal stolz, dass dank ihm ein ganzer Friedhof von seiner Hand getöteter Menschen entstand. Al   bewunderte ihn.
Die Mafia zog ihn immer mehr an. Sie stellte alles dar, was einem Menschen wie ihm den Zufluchtsort bieten könnte,   ein Mittel für die Erwerbung von Macht und Geld. Bis zu seinem zweiundzwanzigsten Lebensalter hat er sich eine geräumige Wohnung im elitären Stadtteil   Roms gekauft, dazu hatte er noch viele Waffen, zwei Geliebten und ungefähr achtzig tote Menschen hinter sich. Er genoss das Töten. Jedes Unternehmen machte er mit soviel Enthusiasmus, dass das sogar Ivan bewunderte. Alles hat er vorbereitet auf eine zeremonielle und traditionelle Weise, zuerst sprach er mit dem   Opfer (das gefesselt war) über das Leben, darüber, was er   mag und will, und damit beflügelte er die Hoffnung des Opfers auf eine bessere, schönere Welt und Zukunft.
Nachdem er bemerkt hätte, dass das Opfer an die mögliche Rettung   wegen seiner Rede über Flucht und Schönheit des neuen Lebens glaubte, tötete er es mit einem Schoss in den Hinterkopf   und   mit   Worten: „ Da haben wir´s! Jetzt kommt das neue Leben!“
Oder – Flucht von der Erde gibt Mut. Fliege zu den Engeln!
      Sonntags ging er immer zur Messe, um seine Sünden zu beichten.

In seinem fünfundzwanzigsten Lebensalter   hat er aufgehört, Ivan   als   Vater anzusehen. Er bemerkte, wie Ivan nicht mehr jene Härte, Heftigkeit und Roheit hätte. Er wurde weich in seinem Benehmen, was mit   dem Alter   kam. Al meinte, das wäre schlimm für das Kaiserreich der Patenschaft von Mafia in Italien und Sizilien.


- Es wäre nicht gut, wenn der Chef   ein Weichling würde! – erzählte er Rachela, mit der er über solche Sachen sonst sprechen konnte. Er lag neben ihr nackt am Bett, zufrieden nach dem heftigen Sex.
- Aber warum, cherry? – schaute ihn Rachela gähnend   an. Dann wird   jeder   eine Art und Weise   suchen, dich zu beseitigen.
Da liegt der Hase im Pfeffer, carissimma – wenn man   herrscht!
Sie streckte sich. – Und du würdest auch gerne herrschen, cherry?
- Freilich. Das ist mein Ziel – er erinnerte sich an sich selbst, als er Kapitän der Mannschaft   im Kinderheim war.   - Dazu neigte ich seit je.
- Du bist ein richtiger Löwe! – sie rührte ihn an den Brüsten, obwohl sie keine Lust mehr nach ihm hatte.



Sie war einundzwanzig Jahre alt. Im Alter von zwölf   Jahren   war sie von zu Hause weggegangen, dann arbeitete sie als Kellnerin, Zeitungszustellerin und in einer   Schuhfabrik. Später hat sie in einer Bar gesungen, hat sich der Prostution hingegeben und war überglücklich, als   in ihrem Leben ein Mann wie Al plötzlich erschien.
- Das bin ich, carissima -   ihre Berührung   regte ihn auf. Sein schönes Gesicht   wurde mit Liebeslust   erfüllt. Er streichelte sie an   den Oberschenkeln.
- Nicht mehr, cherrie! – seufzte sie. Manchmal hasste sie diese seine unsättige Glut. Besonders, wenn sie einen schweren Tag   hatte, wie heute.
Einen Augenblick später war er über ihr. Grimasse der Begierde verzerrte sein Gesicht. Er griff sie zu den Händen.
- Ich habe dich nicht gefragt, was du willst - er küsste sie grob und   drang   in sie ein. Der   Ausdruck des Leidens auf ihrem Gesicht gefiel ihm. Das geschieh nur selten, aber es war außerordentlich.
- Wir beide sind sehr ähnlich, carissima – er bewegte sich immer schneller, ihre Hände stark und kramphaft   haltend.
- Wir mögen dominieren! – sprach er mit einem tiefen Seufzen der Erleichterung aus. Er kam wieder.
„Merkwürdigerweise!“ – schloss und   erschöpft legte er sich auf sie, „ wenn ich sehe, wie du leidest, das regt mich unheimlich an!“ Er beschaute sie nicht mehr, und sie schmiegte sich an ihn.


Die Momente mit Gina waren anders. Ihr hat er nie wehgetan, noch hat er das genossen. Gina hatte hell braunes Haar und große grüne Augen. Sie hatte weiche Züge und so hat sie sich auch gekleidet.
- Meine Mademoiselle – flüsterte er ihr – bist du wie ein Engel! Diese ihre kindliche Einfalt zog ihn wie Magnet   an. Er kaufte ihr Blumensträuße, Halsketten, Sammlungen von Liebesgedichten, ihre Entzückung und   Romantik bewundernd.


Einmal hat er   auch Rachela ein Buch mit Liebespoesie gekauft. Sie sah ihn nur über die Achsel an, das Buch in der Hand   drehend
– Ist das für mich, cherry?   Hast du dich vielleicht verirrt?